Warum machen manche Fotografen bessere Bilder als andere? Gibt es so etwas wie einen sechsten Sinn, oder ist es eine Frage der Ausbildung?
Schwer und wahrscheinlich niemals abschließend zu beantworten ist diese Frage dennoch zeitlos und spannend.
Zunächst einmal gibt es hier deutliche Unterschiede im Bezug auf die Art der Fotografie. Mache ich Bilder für einen Katalog, z.B. von Erdbeeren oder Armbanduhren, quasi unter Laborbedingungen ist die Antwort einen andere als bei der Reportagefotografie, bei der man nie weiss, was im nächsten Moment passiert.
Arbeite ich im Studio kann ich das Licht bis in die kleinsten Nuancen kontrollieren und das Equipment sowie die Ausbildung und Erfahrung spielen eine sehr große Rolle.
Bei der Reportagefotografie gibt es vielleicht einen sechsten Sinn, der sich allerdings auch entwickelt. Wichtig ist meiner Ansicht nach vor allem der Wille an sich zu arbeiten und besser werden zu wollen. Das Bild ist da, man muss es nur finden. Das gilt in jeder Situation. Hier ist fotografisches “sehen lernen” und das fortwährend und unablässig ohne Alternative.
Die Fotografie ist meiner Ansicht nach genauso wie die Malerei oder die Musik vor allem Kunst. Und Kunst ist extrem vom Talent und der Bereitschaft an sich zu arbeiten abhängig. Dies zusammen ist ein wichtiger Faktor für die eingangs gestellte Frage.
Nun gibt es allerdings auch Fotografen, denen die Qualität der Bilder gar nicht so wichtig ist, sondern mehr deren wirtschaftliche Funktion…
Wie gesagt, eine Frage, die nie endgültig beantwortet werden wird.