Vor einigen Jahren war das eine der meistgestellten Fragen: “Arbeiten Sie mit Film oder digital?” Nun, heute fragt niemand mehr, weil man mittlerweile davon ausgeht, dass Hochzeitsfotografen digital arbeiten. Und das stimmt in 99% der Fälle auch. Warum überhaupt dieses Thema werden Sie vielleicht fragen!? Nun, aus einem bestimmten Blickwinkel betrachtet, hat es durchaus seine relevanz, jedoch vielleicht anders, als zunächst erwartet.
Heute spricht fast jeder über Bildbearbeitung. Zur “analogen” – also Film – Zeit sprach darüber niemand. Wieso? Der Grund sind nicht Beauty-Retusche oder Tonwert Korrekturen, der Grund ist die allgemein anerkannte Feststellung, dass man Bildern nicht mehr trauen kann. Und das ist schade.
Hochzeitsfotografen “faken” kein Bild. Sie machen es höchstens “schöner”, und das wurde seit der Erfindung der Fotografie schon immer betrieben. Denken Sie nur an die alten Schwarz Weiss Bilder der Hollywood Stars. Auch dort wurde retuschiert. Viel aufwendiger zwar, aber mit dem gleichen Zweck.
Bildbearbeitung gab es also schon immer. Ich behaupte allerdings, dass die Fotografen, die schon im Filmzeitalter begannen einen großen Vorteil haben. Sie wuchsen mit der Normalität auf, dass sich ein Bild nach der Aufnahme nur wenig verändern lässt. Schon das Bild auf dem Film musste erstklassig sein. Diese Erkenntnis fehlt heute häufig. Mit Effekten kann man kein schlechtes Foto zu einem guten machen. In der Regel ergibt sich nur eine “Verschlimmbesserung”.
Film oder Digital ist also keine Frage, sondern eine Hintergrundbetrachtung. Zumindest in diesem Artikel.
Im Grunde geht es um eine Binsenweisheit: Wer hervorragende Bilder macht, braucht “digital” nicht.
Was die Bearbeitung anbelangt denke ich das weniger häufig eher mehr ist.